Dreck ist euer Weltbild
Am 15. Januar 2026 wurde erneut jemand aus unseren Reihen beschimpft. Kein Einzelfall. Nicht banal – auch wenn wir schon schlimmeres als „Du bist Dreck“ gehört haben.
Hinzu kommt der Kontext. Diese öffentliche Beschimpfung morgens am Vinetaplatz in Kiel steht in einer Reihe mit anderen Übergriffen: Körperliches Bedrängen im öffentlichen Raum, Angriffe bei linken Demonstrationen, Flaggenraub, Anspucken, gezielte Schmähungen, Markierungen von Wohnorten und wiederholte Einschüchterungsversuche. Das ist kein Zufall, sondern ein Muster, Mobbing, Gewalt.
Diese Angriffe kommen aus dem Umfeld autoritärer Gruppen und etablierter linker Strukturen in Kiel. Die Täter*innen sind bekannt. Sie richten sich gegen Menschen und Zusammenhänge, die nicht ihrer politischen Linie folgen. Wer abweicht, wird angegangen — öffentlich, persönlich und mit dem Ziel, einzuschüchtern, Räume zu kontrollieren und andere zu verdrängen.
Das ist keine politische Auseinandersetzung, das ist Terror. Es ist der Versuch, durch Druck, patriarchiale Gewalt und Drohkulissen Homogenität und Hegemonie herzustellen. Wer so handelt, ersetzt Argumente durch Einschüchterung und ist Täter*in. Wer wiederholt so handelt, ist sich dem bewusst. Es braucht eine klare Absage an diese Form von Szene-Autoritarismus.
Wir veröffentlichen und dokumentieren den Vorfall, weil Schweigen diese Dynamiken normalisiert. Es geht nicht um Befindlichkeiten, sondern um politische Praxis: Wer linke Räume, den ganzen Stadtteil beständig durch Mobbing, Bedrohung und symbolische Gewalt formt, verhindert emanzipatorische Politik. Das muss benannt werden, auch wenn der heutige Täter Mitbetreiber eines bekannten Szeneladens ist.
Dreck ist euer Weltbild, nicht unsere Existenz!