Sie wäre wohl gerne für Palästinasolidarität und Instagramaktivisimus bekannt und ist auch in Kiel keine Unbekannte. Aber wie so oft ist auch die vermeintliche Israelkritik von Kristin Marten aus Neumünster nichts als plumper Antisemitismus, Vernichtungsphantasien und Holocaustrelatvierungen. Dafür steht Marten zur Zeit in Neumünster vor dem Amtsgericht. Angeklagt ist sie unter anderem wegen Bedrohung und für die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Wir sagen: Keine Solidarität mit Antisemit*innen!

Verhandlungsauftakt war am 8. Juni 2026. Am Vorabend rief Marten über ihr Instagramprofil zur solidarischen Prozessbegleitung auf. Die Solidarität fiel überschaubar aus, was Martens Anwalt aber nicht vom Poltern und Pöbeln abhielt. Staatsanwaltschaft und Richter liessen ihn in langen Monologen größtenteils gewähren und die Anklagepunkte verharmlosen. Er schwaffelte von Satire und Meinungsfreiheit, als würde das Martens Menschenverachtung legitemieren oder entschuldigen.

Nächster Verhandlungstermin ist der 22. Juni 2026 um 13:00 Uhr. Vermutlich wird ihr Anwalt erneut zetern und den Israelhass seiner Mandantin vor Gericht weiter normalisieren. Als Zeuge ist der Vorsitzende der Deutsch-israelischen Gesellschaft Schleswig-Holstein, Jan Schellbach, geladen. Marten hat in einem Video auf Instagram bereits zur Teilnahme aufgerufen, untermalt mit Musik für die Tränendrüse. Angeblich hätten „Zionist*innen“ den Gerichtssaal betreten, eine*r sie gar beleidigt. Außer ihr hätte das aber niemand mitbekommen. Und überhaupt hätten diese Menschen kein Recht darauf, ihrem öffentlichen Prozess beizuwohnen. Das hätte Marten sich ja überlegen können, bevor sie Hakenkreuze und Mordgelüste auf Instagram teilte.

Antisemitismus muss Konsequenzen haben. Es ist allerdings zu erwarten, dass Martens versucht, sich vor den Folgen ihrer Menschenverachtung zu drücken und sich weiterhin als ein Opfer stilisiert, das sie nicht ist.

Wir sagen: Gegen jeden Antisemitismus. Auch von vermeintlich linker Seite.